Das Land Berlin hat beschlossen, die dezentrale Bewirtschaftung von Regenwasser als wirksamen Teil der Klimafolgenanpassung voranzubringen. Neue Wohnquartiere sind daher bereits in der Planung auf eine dezentrale Regenwasserbewirtschaftung auszurichten.
In Berlin TXL soll das Regenwasser nach dem Prinzip der Schwammstadt in möglichst großen Mengen zurückgehalten und gereinigt werden, um die Nutzung und Verteilung von verfügbarer Regenwasserressourcen im Quartier zu unterstützen. Das Konzept sieht vor, Regenwasser für unterschiedliche Nutzungen vor Ort verfügbar zu machen und dadurch den Einsatz von Trinkwasser in bestimmten Anwendungsfällen zu reduzieren. Ziel ist die Maximierung der Regenwassernutzung durch die Betreibenden sowie durch die Menschen, die hier wohnen oder vor Ort einem Gewerbe nachgehen. Zu gewährleisten ist dabei stets die Überflutungssicherheit entsprechend den regulatorischen Vorgaben des Landes Berlin.

Für die Urban Tech Republic wird ein smartes Steuerungssystem entwickelt, das die Planung und Steuerung wasserbezogener Anlagen unterstützen soll. Das System nutzt Daten des Internet of Things (IoT) und aus der lokalen Regenwasserinfrastruktur wie etwa Pegelstände. Ergänzt werden sie durch Werte der Wettervorhersage und des Bedarfs der Konsumierenden an den Entnahmestellen. Welche Mengen an wen in welcher Reihenfolge vergeben werden, wird anhand dieser Daten geregelt.
Entwicklungspartner sind die Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH, die Berliner Wasserbetriebe sowie das Ingenieurbüro Kraft als Planer des neuen naturnahen Regenwassersees.